Derzeit wird in Bundestag und Bundesrat der Entwurf für ein Jahressteuergesetz 2022 beraten, der u.a. geplante Änderungen des Bewertungsgesetzes (BewG) enthält. Dieses bildet die Grundlage für die Bewertung von Immobilien für erbschafts- und schenkungssteuerliche Zwecke. Durch die geplanten Änderungen kann es ab 2023 aufgrund der neuen Bewertung zu einer höheren steuerlichen Belastung bei der unentgeltlichen Übertragung von Immobilien kommen.

Welche konkreten Änderungen sieht der Gesetzentwurf vor?
 Soll ein Grundstück unentgeltlich – also etwa durch Schenkung oder im Erbfall – übertragen werden und liegt dabei ein steuerpflichtiger Vorgang vor, ist eine Bewertung erforderlich. Gleiches gilt in bestimmten Fällen für die Übertragung von Anteilen an Grundstücksgesellschaften. Nach den bisherigen Bewertungsverfahren wurden regelmäßig niedrigere Verkehrswerte für Immobilien ermittelt. Der Gesetzentwurf sieht nunmehr eine Anpassung des Bewertungsverfahrens vor, durch die der tatsächliche Verkehrswert präziser ermittelt werden kann. Auf diese Weise sollen die weiter steigenden Grundstückspreise bei der steuerlichen Bewertung besser berücksichtigt werden.

Quelle: IVD Süd

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