• Mietendynamik nur noch im Rahmen der Inflationsrate
• Baufertigstellungszahlen seit 2018 deutlich gestiegen

Bundesinnenminister Horst Seehofer wird heute im Bundeskabinett Bilanz seiner Bau- und Wohnungspolitik ziehen. Im Mittelpunkt dürfte die Neubautätigkeit stehen, die für eine spürbar abnehmende Dynamik bei den bundesweiten Angebotsmieten sorgt. Abnehmende Mietsteigerungen sind auch in den 14 Großstädten zu verzeichnen, wie eine aktuelle Analyse des Immobilienverbandes Deutschland IVD ergab.

IVD-Research hat bundesweite Preisdaten und Daten aus 14 Großstädten des Statistischen Bundesamts (Destatis), des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBSR), des unabhängigen Forschungsinstituts F+B und eigene Daten verglichen. Ergebnis: Seit 2018 steigen die Mieten zum Teil deutlich langsamer als in den Jahren zuvor. Das ist ein Trend, den alle Institute verzeichnen.

Deutschlandweit weist das Institut F+B für die Jahre 2019 und 2020 ein moderates Wachstum der Bestandsmieten von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent aus. Der Trend deckt sich mit dem Mietindex (Bestands-, Neu- und Wiedervermietungen) von Destatis und den Daten der IVD-Experten. IVD-Research ermittelte 2020 für Bestandswohnungen (Neuvertragsmieten) einen Mietenanstieg von 2,6 Prozent. Im Jahr 2017 waren die Mieten noch um 3,8 Prozent gestiegen.

Für IVD-Präsident Jürgen Michael Schick ist das Bild eindeutig: „Die mediale und politische Darstellung der Mietpreisanstiege in Deutschland geht zum großen Teil an der Realität vorbei. In den vergangenen Jahren war ein stark abgeschwächtes Mietenwachstum im Rahmen der Inflationsrate zu verzeichnen, eine eindeutige Folge der verstärkten Neubauanstrengungen. Der IVD erwartet, dass dieser Trend anhält.“

Quelle: IVD

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